Zum Hauptinhalt springen
Logopädie Logopädie →

Stottern und Poltern.

Spiele und Therapiematerial in der Logopädie in Himmelpforten

Was ist das

Stottern und Poltern sind Störungen des Redeflusses. Beim Stottern gerät das Sprechen ins Stocken: Silben werden wiederholt, Laute gedehnt, manchmal blockiert das Wort komplett. Beim Poltern überschlägt sich das Sprechen — zu schnell, verwaschen, Silben gehen verloren.

Bei Kindern schauen wir zuerst genau hin: Normale Entwicklungsunflüssigkeiten und beginnendes Stottern können ähnlich klingen, brauchen aber ein ganz unterschiedliches Vorgehen. Die Befundung klärt das und nimmt euch als Eltern die Unsicherheit im Umgang damit.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten wir an zwei Dingen: an Sprechtechniken, die den Redefluss erleichtern — und am Umgang mit dem Stottern selbst, damit Sprechsituationen nicht zum Vermeidungsthema werden.

Wann eingesetzt

  • Bei beginnendem Stottern im Kindesalter
  • Bei ausgeprägtem Stottern mit Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden
  • Wenn Anspannung, Mitbewegungen oder Vermeidungsverhalten dazukommen
  • Bei Poltern — überhastetem, schwer verständlichem Sprechen
  • Bei Jugendlichen und Erwachsenen, die ihren Umgang mit dem Stottern verändern wollen

Hinweis: Die individuelle Eignung klärt deine Verordnung beziehungsweise das Gespräch mit unseren Therapeutinnen und Therapeuten.

Was im Alltag weiterläuft

Bei stotternden Kindern ist die Elternberatung mindestens so wichtig wie die Arbeit mit dem Kind: Wie reagiere ich, wenn mein Kind hängen bleibt? Was hilft, was setzt unter Druck? Dafür nehmen wir uns Zeit.

Bei Erwachsenen gehören Transferaufgaben dazu — Techniken, die in der Therapie funktionieren, werden gezielt in echte Sprechsituationen mitgenommen: Telefonate, Gespräche, Situationen aus deinem Alltag.

Unsere Methoden

  • Ausführliche Befundung des Redeflusses, altersgerecht
  • Therapieansätze für beginnendes Stottern im Kindesalter, mit enger Elternbeteiligung
  • Sprechtechniken und Stottermodifikation für Jugendliche und Erwachsene
  • Arbeit an Sprechangst und Vermeidungsverhalten
  • Tempo- und Verständlichkeitstraining bei Poltern

Verordnung und Kasse

Die Verordnung stellt bei Kindern die Kinderärztin oder der Kinderarzt aus, bei Erwachsenen zum Beispiel HNO- oder Hausarztpraxis. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten; du zahlst als Erwachsener die gesetzliche Zuzahlung, bei Kindern entfällt sie. Eine Einheit dauert in der Regel 45 Minuten.

Häufige Fragen

Mein Kind wiederholt manchmal Silben. Ist das schon Stottern?
Nicht unbedingt. Viele Kinder sprechen zwischen zwei und fünf Jahren zeitweise unflüssig, das gehört oft zur normalen Sprachentwicklung. Ob es sich um beginnendes Stottern handelt, klären wir in der Befundung — sprich dafür zuerst deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt an.
Kann man Stottern als Erwachsener noch behandeln?
Ja. Ziel ist dann meist, flüssiger und mit weniger Anstrengung zu sprechen und Sprechsituationen nicht mehr zu vermeiden — welcher Weg passt, hängt vom Einzelfall ab.
Was ist der Unterschied zwischen Stottern und Poltern?
Beim Stottern gerät der Sprechfluss ins Stocken — Wiederholungen, Dehnungen, Blockaden. Beim Poltern ist das Sprechen überhastet und verwaschen, Silben werden verschluckt. Beides sind Redeflussstörungen, die Therapie unterscheidet sich aber deutlich.
Dein Weg zu uns

Sag uns, wo es zwickt.

Stell deine Termin-Anfrage online oder schick uns dein Rezept als Foto — wir melden uns bei dir.